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GRP - A8 Analoger Synthesizer

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Art.Nr.:319710
GRP A8 Analoger Synthesizer
Bildinfo: GRP A8 Analoger Synthesizer

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GRP - A8 Analoger Synthesizer
 
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Produktinformationen

GRP A8 Analoges Synthesizerflaggschiff

In den 70er Jahren gab es sie, die "großen" Analogen. Zum Beispiel Modularsysteme vom Feinsten. Zum ebenso "feinen" Preis, versteht sich. Dann geriet die Ära der hochwertigen analogen Klangerzeuger etwas in Vergessenheit und wurde erst in den späten 80er / frühen 90er Jahren wieder zum Leben erweckt. Doch die am Gebrauchtmarkt angebotenen Systeme à la Moog 55, Roland System 700 oder ARP 2500 waren schnell vergriffen und erreichten - je nach Verfügbarkeit - ein Preisniveau jenseits von Gut und Böse. Die Lösung lag nun in der Gegenwart: Neue Instrumente wurden gebaut, junge Unternehmen widmeten (und widmen) sich wieder den hochwertigen analogen Klangerzeugern. In vielen Fällen sind die Instrumente Neuauflagen des "klassischen" Konzeptes analoger Modularsysteme oder semimodularer Synthesizer.

Nicht so beim GRP A8: Das Instrument spricht als Studio-Synthesizer all jene Musiker an, die klassischen analogen Sound und vielfältigste Modulationsmöglichkeiten suchen, ohne dabei jedoch auf Patchcords und Kabelstränge angewiesen zu sein. Satteste Leadsound à la Moog oder Oberheim sind für den A8 ebenso ein Kinderspiel wie ausgefallenste, schrägste Effektsounds der obersten Liga. Gleichzeitig bietet das Instrument mit CV/Gate und (!) MIDI flexible Möglichkeiten zur Anbindung an analoge, wie auch digitale Welten.

Aufbau
Der GRP A8 ist ein mono- oder duophoner Studio-Synthesizer, der aus zwei identischen, analogen Klangeinheiten besteht.

Das Instrument verfügt über:

  • 6x VCOs
  • 6 Sub-Oszillatoren
  • 2x Noise
  • 2x Ring Modulator
  • 2x 24dB LowPass Filter
  • 2x 12dB Multimode Filter
  • 2x Fixed Filter Bank
  • 8x VCAs
  • 4x DAHDSR Hüllkurven
  • 3x ADSR Hüllkurven
  • 2x VC LFO (+ MIDI Sync)
  • 1x globaler LFO
  • 3x Audio-Mixer
  • Sample & Hold (+ MIDI Sync)
  • 1x Auto-Pan Modul
  • 1x 16 (2x8) Step CV- & Trigger Sequenzer (+ MIDI Sync)
  • Referenzton (A=440 Hz)
  • 2x Portamento
  • CV/Gate
  • MIDI

Besonderheiten
Es sind verschiedene Aspekte, die den GRP A8 vom Meer der analogen Klangerzeuger abheben. Zunächst ist es das schon angedeutete

Konzept
selbst. Anstelle beliebig zusammenfügbarer Module sind Auswahl und Anzahl der Elemente von Werk aus vorgegeben. Statt Patchkabel kommen Mehrfach-Schalter zum Einsatz, die das Zuweisen der umfangreichen Modulationsquellen erlauben.

Dadurch bleibt der GRP A8 sehr übersichtlich, bietet aber dennoch - ähnlich einem "richtigen" Modularsystem - enorme klangliche Möglichkeiten. Der A8 lässt sich als monophones Instrument mit 6 VCOs oder als duophoner Synthesizer mit je 3 VCOs einsetzen. "Upper" und "Lower" können beliebig und unabhängig über MIDI (separater MIDI Kanal für beide Seiten anwählbar), CV/Gate oder dem integrierten Sequenzer gesteuert werden. Weiters ist die

Synchronisation
aller "rhythmischer" Komponenten (mit einer Ausnahme) möglich. So lassen sich z.B. die LFOs zum Sequenzer clocken, derselbige wiederum über MIDI synchronisiert wird. Auch Sample/Hold und Autopan lassen sich an das Timing anpassen, nur der dritte (globale) LFO ist nicht synchronisierbar. Die

Filterabteilung
ist in der vorliegenden Art durchaus einmalig. Es stehen - für beide Synthesizer-Einheiten - jeweils ein 24dB LowPass Filter und ein 12dB Multimode Filter (HP, BP, LP und Notch) zur Verfügung. Dem nicht genug: Jedes Filter verfügt über eigenständige Modulationsmöglichkeiten und kann nur für sich oder aber in Kombination zum anderen Filter (seriell bzw. parallel) genützt werden. Das steigert die klanglichen Möglichkeiten um ein Vielfaches. Schließlich gibt es noch pro Sektion eine Festfilterbank, die der doppelten Filter-Abteilung nachgeschaltet ist und für weitere Feinheiten im Stereo-Klangbild sorgt. Ebenso ungewöhnlich sind die

VC LFOs
Die beiden VC LFOs (1/2) bieten einen enormen Frequenzumfang und gehen bis über 2 kHz! Das ist gerade für experimentelle Klänge unerlässlich wichtig. Die LFOs können zum Sequenzer oder via MIDI getaktet werden, oder aber umgekehrt als Clock für den Sequenzer dienen. Dabei lässt sich das Clock-Verhältnis in einem weiten Bereich festlegen (z.B. kann pro kompletter LFO-Schwingung der Sequenzer exakt einmal 8 Steps abspielen, etc.). Natürlich lassen sich die LFOs für OSC FM und Filter FM verwenden, wobei wiederum der große Frequenzbereich ungewöhnlichste Klänge erlaubt.

VCOs
Als "Klangbasis" stehen satte 6 VCOs und (!) zugehörig 6 Sub-Oszillatoren zur Verfügung (3 VCOs und 3 Sub-Oszillatoren pro Synthesizer-Einheit). Jeder VCO kann (unter anderem) durch die jeweils anderen 5 VCOs frequenzmoduliert werden (Cross-Modulation). Die VCOs lassen sich natürlich zueinander synchronisieren und werden - zusammen mit Ring-Modulation und Noise - in zwei Audio-Mixern gemischt.

MIDI und Stepsequenzer
eröffnen der rein analogen Klangerzeugung völlig neue Welten. Das Instrument empfängt Note, Pitchbend, Wheel, Velocity, Aftertouch und Clock Informationen. Anschlagdynamik und Aftertouch lassen sich z.B. auf die 4 Filter völlig frei (mit individuell einstellbarem Wert) zuweisen. Eine spezielle (und definitiv elegante) Trigger-Möglichkeit von LFO 1/2 sowie S/H und dem Sequenzer ist GATE. Mit GATE werden alle via MIDI eintreffenden Noten als "Clock" gewertet. Ob man nun live am Keyboard spielt, einen externen Software-Sequenzer als Haupt-Taktgeber verwendet oder z.B. den alten Hardware-Sequenzer des Elka Synthex (der definitiv "nicht" MIDI Clock senden kann) abgreift: Der GRP A8 übernimmt einfach jegliche eintreffende Note bzw. GATE Information und lässt diese als Clock gelten. Dies hat nun den Vorteil, dass man auf keine "echte" MIDI Clock angewiesen ist, was jene Musiker freuen dürfte, die im Studio zuweilen gerne den Computer ausgeschaltet lassen und lieber spontan Musik machen (mit synchronisierten Klangerzeugern, wohlgemerkt).

Sequenzer
Er ist ein echtes Juwel: Der Sequenzer bietet 2x8 oder 1x16 Schritte und dient als CV- und Trigger-Sequenzer. Pausen bzw. rhythmische Strukturen lassen sich ebenso programmieren (und den Hüllkurven individuell zuweisen) wie sich jede Sequenzer-Spur (bei Bedarf) in 12 Halbtonschritte quantisieren lässt (was schnelle, harmonisch "korrekte" Ergebnisse erlaubt). Laufrichtungen gibt es unzählige verschiedene und sogar mathematische Formeln sind anwählbar, um "automatische Rhythmen mit Wiederholungsmuster" abzuspielen. MIDI Clock, MIDI GATE, eine ext. analoge CLOCK oder LFO 1/2 können zur Triggerung des Sequenzers dienen, sogar die beiden Spuren lassen sich abgreifen (CV/Gate) und zur Ansteuerung weiterer Synthesizer verwenden.

Viel Licht, etwas Schatten
Der GRP A8 ist in vielerlei Hinsicht sehr beeindruckend, doch zwei Punkte gibt es zur Kritik. Erstens kann Velocity / Aftertouch nicht als Modulationsquelle für die VCOs genützt werden. Das wäre unter anderem zur Erstellung und Kontrolle bestimmter Sync-Sounds wichtig. Zweitens sind die (meisten) Regler für Modulationsquellen nicht bi-polar. Zwar erlaubt der vorhandene, weite Regelbereich von 0-10 sehr nuancierte Einstellungen, doch mit -5 bis +5 könnte man z.B. mit nur einem einzigen LFO elegante gegengleiche (Stereo-) Modulationen für "Upper" und "Lower" erzielen.

Fazit
Als "analoger Studio-Synthesizer mit vorgegebener Modulauswahl" setzt der GRP A8 neue musikalische Maßstäbe. Das Instrument dürfte jene Musiker ansprechen, die hochwertigsten analogen Klang und enormes kreatives Potenzial suchen, zugleich aber die Mühen und Zeitaufwendungen rund um Modularsysteme meiden möchten. Seiner Clock-, Trigger- und Synchronisationsmöglichkeiten wegen ist der GRP A8 schließlich auch ein ideales Werkzeug für pattern-orientierte, rhythmisch-experimentelle Musik.

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